Heimvorteil nicht genutzt - keine Punkte in Rüsselsheim

Obwohl die Übungen gut durchgeturnt wurden -  allen voran Angelo Rico mit seiner akrobatischen  Kür, die 12,8 Punkten einbrachte - wurden hier wertvolle Punkte liegen gelassen. Die Ausgangswerte bzw. die Schwierigkeit wurde vom heimischen Team zu niedrig angesetzt. Arnold Lautenschläger kam am Boden mit 11,40 Zählern ebenfalls in die Wertung.  Am nächsten Gerät, dem Pauschenpferd lief hingegen alles glatt.  Andreas Hubmann zeigte die zweitbeste Übung des Wettkampfes, die mit 11,3 Punkten belohnt wurde. Auch Robin Schlereth, der diesmal seine Stärken an allen 6 Geräten beweisen konnte, bekam vom Kampfgericht für seine sehr saubere Übung  9,15 Punkte.
Somit ging man zuversichtlich und noch im Tabellenmittelfeld an die Ringe. Hier stürzte jedoch überraschend Christoph Gamer zweimal. Gamer, der sonst einen sehr guten Wettkampf turnte und in der Vergangenheit immer eine sichere Wertung brachte, büßte schmerzliche Punkte ein. Auch Ringe-Spezialist Lucas Schulz, der mit vielen schwierigen Kraftelementen regelmäßig Bestnoten an den Ringen erzielte, stürzte und kam nicht in die Wertung. Mit diesem doppelten Punktverlust blieb man weit hinter der Konkurrenz zurück.
Am Sprung wurde dann das Glück mit schwierigeren Sprüngen versucht, welche einen höheren Ausgangswert einbringen. Nach sauberen Sicherheitssprüngen von Robin Ottmann  und Sören Krüger versuchten sich Robin Schlereth am Überschlag-Salto und Peter Geschwindner am Tsukahara. Beide Springer patzten jedoch leicht bei der Landung, sodass sie nur mit mäßigen Punktzahlen in die Wertung eingingen.
An Barren wurden gute Leistungen erbracht.  Peter Geschwindner konnte trotz Erkältung konnte 11,45 Zähler erturnen.  Andreas Hubmann erzielte 11,50 und Robin Schlereth toppte mit 12,50 Punkten. Jedoch fehlten wieder wenige Zehntel, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Am Reck war der Abstand zur Konkurrenz war bereits zu groß. Robin Schlereth erturnte starke 10,8 Punkte, was Christoph Gamer mit 10,9 Punkten noch überbot. In Summe erreichte das heimische Team damit 198,7 Punkte, etwa zwei Punkte weniger als am vergangenen Wettkampf, und ging ohne Ligapunkte nach Hause.
Das Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen, ist damit in Gefahr. Am letzten Wettkampf am 16.11. in Ober-Ramstadt muss nun mindestens der vierte Platz erreicht werden, um noch eine Chance zu haben. Die Teambetreuer  Bernd Lange und Trainer Thomas Starfinger sowie Kunstturnwart Bernhard Maaß sind trotzdem zuversichtlich:  "Leider hat es diesmal nicht gereicht. Aber die Stimmung im Team ist toll, und wir glauben, dass wir bis zum nächsten Wettkampf noch eine Schippe drauf legen können. Da kann noch viel passieren."

 

Auf Bild 1: Andreas Hubmann am Pauschenpferd.

 

Auf Bild 2: Lucas Schulz an den Ringe.

Auf Bild 3 Robin Schlereth am Barren

Mit freundlichem Gruß       Thomas Starfinger